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In der Grundschule bietet die Psychomotorik nicht nur eine Ergänzung zum Sportunterricht. Die Psychomotorische Förderung hat Einfluss auf die gesamte Leistungsfähigkeit und Konzentration in der Schule. Gleichzeitig spielt sie bei der Entwicklung von Sozialverhalten eine wichtige Rolle.
Oft klagen Lehrer über Konzentrationsschwierigkeiten, Bewegungsunruhe oder wachsende Lernstörungen bei ihren Schülern. Die Kinder sind einer Flut an Sinneseindrücken ausgesetzt, die Verarbeitung dieser Eindrücke ist für die Kinder kaum zu bewältigen. Die Probleme in der Schule können auch durch familiäre Belastungen oder durch eingeschränkte Bewegungs- und Handlungsspielräume entstehen.
Psychomotorik bietet Wahrnehmungserfahrungen In den Psychomotorikstunden machen die Kinder die verschiedensten Wahrnehmungserfahrungen, sie können ihren Bewegungsdrang ausleben und haben die Möglichkeit ihren Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen.Die unterschiedlichen Sinneserfahrungen beeinflussen das Lernen, bilden die Grundlage für Lesen, Schreiben oder Rechnen. In der Psychomotorik können Spiele angeboten werden, die die elementaren Lernbereiche beinhaltet.
Beispiel: Lese-Lern-Spiel-Aufgaben Auf Teppichfliesen werden mit Kreppstreifen verschiedene Buchstaben geklebt. (Häufige Buchstaben sollten dabei mehrfach vorhanden sein.) Aus den Teppichfliesen werden dann verschiedene Wörter gelegt. Außerdem können die Kinder versuchen, aus einer kleinen Auswahl an Buchstaben so viele Wörter zu legen, wie ihnen einfällt. Eine weitere Spielidee ist es, die Buchstaben mit geschlossenen Augen abzutasten und auf diese Art und Weise die Wörter zu "lesen". Wörter können nicht nur gelegt werden, sondern auch "erhüpft" werden. Die Kinder springen nacheinander auf die Buchstaben, die in dieser Reihenfolge ein Wort ergeben. Durch solche Spielmöglichkeiten kann die Eigenaktivität der Kinder gefördert werden, sie sind selbst tätig, machen unterschiedliche Sinneserfahrungen und die Lernbereitschaft wird angeregt. |