Psychomotorik Studium – wo und wie ist dies möglich?


Neben berufsbegleitenden Weiterbildungen gibt es auch die Möglichkeit eines Psychomotorik Studiums. Auf diesem Wege ist es möglich, eine Psychomotorische Qualifikation zu erlangen.

An der Universität Marburg kann man den Studiengang “Motologie” in einem direkten Studium (Master-Studiengang) absolvieren. Die Motologie verknüpft Bewegung (das Körperliche) und Psyche. Sie verfolgt die gleichen Ziele und Inhalte wie die Psychomotorik und ist daher auch unter dem Begriff Psychomotorik bekannt.

Einen Master-Studiengang kann man erst dann belegen, wenn bestimmte Voraussetzungen im Vorfeld erfüllt wurden. Man benötigt einen berufsqualifizierten Hochschulabschluss. Hierzu zählen z.B. ein Universitätsabschluss in Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Sportwissenschaft oder Psychologie.

Auch ein Fachhochschulabschluss im Bereich Sozial- oder Heilpädagogik befähigt Interessierte zu dem Master-Studium “Motologie”, sowie ein Lehramtsabschluss in Musik, Sport oder Kunst. Lehrer benötigen zusätzlich die Berechtigung an Sonder- und Förderschulen unterrichten zu dürfen.

Studienbegleitende Angebote einiger Fachbereiche

Psychomotorik wird von einigen Fachbereichen auch studienbegleitend angeboten, d.h. man studiert beispielsweise Soziale Arbeit und kann sich parallel dazu auf dem Gebiet Psychomotorik zusätzlich qualifizieren (Wahlmodul).

Dies ist auf die Art und Weise an der Hochschule Darmstadt (hda) möglich. Dort wird schon seit vielen Jahren das Wahlfach “Psychomotorik und Sport in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern” angeboten.

Diese Psychomotorik Zusatzqualifikation erstreckt sich über 6 Semester und wird in Form von Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Selbststudium, Praxiserfahrung und Supervision angeboten. In Vorlesungen werden Grundlagen der Psychomotorik, Neuropsychologische Grundlagen, Bewegungspädagogik sowie Psychomotorische Entwicklungsdiagnostik und Evaluation vermittelt. Dieses Psychomotorik Studium ist sehr praxisbezogen in Form eines Projektes, welches allein 8 der 23 SWS beansprucht.

Der Fachbereich Sport und Sportwissenschaften der Universität Osnabrück bietet Vorlesungen und Seminare zum Thema Psychomotorik an, es ist dort also möglich Psychomotorik studienbegleitend zu erlernen.

Man kann Seminare aus dem Bereich Theoriemodule Wahlpflichtbereich in Psychomotorik sowie Erziehung und Bildung belegen. Prof. Dr. R. Zimmer, Autorin wichtiger Psychomotorik Bücher, leitet das Seminar “Grundlagen der Psychomotorik”. Weiterhin wird ein Fachspezifisches Studienprojekt mit dem Titel “Psychomotorische Entwicklungsförderung” angeboten.

Psychomotorik Aus- und Weiterbildungen an Hochschulen

Ein berufsbegleitendes Studium ist an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel in dem Fachbereich Sozialwesen möglich. Dort wird eine Weiterbildung Psychomotorik (Entwicklungsförderung – Bildung und Lernen – Rehabilitation), die besonders für pädagogische Fachkräfte geeignet ist, angeboten. In Form von mehrtägigen Veranstaltungen an Wochenenden oder Blocktagen findet dieses Studium statt und nach erfolgreichem Abschluss wird den Teilnehmern ein Hochschulzertifikat ausgehändigt.

Die Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln gliedert sich in vier Einrichtungen (Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Psychologie, Heilpädagogik und Rehabilitation und Kunst/Textil – Musik) mit unterschiedlichen Inhalten und Schwerpunkten. Das Department Heilpädagogik stellt Studierenden den Arbeitsbereich und das Fach “Bewegungserziehung und Bewegungstherapie” zur Wahl.

An der Justus-Liebig-Universität Gießen kann man am Institut für Sportwissenschaft den Studiengang Sportwissenschaften belegen. Auch hier haben Studierende die Möglichkeit in verschiedene Arbeitsbereiche hineinzuschnuppern, beispielsweise die Arbeitsbereiche ‘Experimentelle Psychomotorik’ und ‘Bewegungswissenschaft und Sportpsychologie’. Außerdem hat die Universität Gießen den 6-semestrigen Bachelor-Studiengang ‘Bewegung und Gesundheit’ in ihrem Programm.

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