Übungen mit Bällen – Fördern der Motorik und visuellen Wahrnehmung


Bälle sind ein bevorzugtes Material für Kinder in Psychomotorikstunden. Kinder nutzen sie gerne in allen Größen und Farben für Übungen mit Bällen.

Bei psychomotorischen Übungen mit Bällen werden vor allem die Feinmotorik und Koordination, die Grobmotorik und visuelle Wahrnehmung angeregt und gefördert.

Übungen und Spiele mit Bällen sollten immer kontrolliert ablaufen, denn ein planloser Umgang mit dem psychomotorischen Material kann Verletzungen hervorrufen, z.B. durch Schüsse oder Würfe vorwiegend mit harten Bällen können andere Kinder verletzt werden.

Übung 1: Igelballmassage

Die Igelballmassage gehört zu den Entspannungsübungen und fördert zugleich die Körperwahrnehmung.

Bei dieser Übung mit Bällen liegt ein Kind auf einer Matte bzw. Decke auf dem Bauch und hält die Augen geschlossen. Der Erwachsene oder ein anderes Kind nimmt ein bis zwei Igelbälle und rollt diese über den Rücken, die Arme und Hände sowie die Beine und Füße des liegenden Kindes.

Es ist nicht zu empfehlen, den Igelball über den Kopf der Person zu rollen, da dies nicht jeder mag und sich unangenehm anfühlen kann.

Das Wichtigste an der Igelballmassage ist, das die liegende Person sich wohl fühlt, während die Bälle über den Körper gerollt werden, und sich komplett entspannen kann. Dies geschieht dann, wenn der Masseur auf die Bedürfnisse der anderen Person eingeht.

Wenn die Massage beispielsweise zu fest ist, dann werden die Bälle lockerer über den Körper gerollt, so wie es für das liegende Kind angemessen ist.
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Igelbälle gibt es in verschiedenen Größen und Härtegraden, man kann bei dieser Form der Massage viel Experimentieren.

Übung 2: Sortieren

Bei dieser Bälle-Übung geht es um das Sortieren nach verschiedenen Merkmalen. Das Kind kann die Bälle nach Farbe, Materialbeschaffenheit oder Größe sortieren.

Diese Psychomotorik Übung ist besonders auf die Förderung der visuellen Wahrnehmung ausgerichtet.

Übung 3: Übung mit Bällen und Schwungtuch

Bälle lassen sich sehr gut mit anderen psychomotorischen Materialien kombinieren, z.B. einem Schwungtuch.

Eine entsprechende Übung mit Bällen und Schwungtuch ist in dem Artikel Schwungtuch Übungen – Psychomotorik Übungen zum Kennenlernen näher geschildert.

Übung 4: Bälle als Hindernisse

Im Bewegungsraum werden Bälle auf dem Boden verteilt.

Die Kinder bewegen sich gehend, rennend, krabbelnd oder rückwärtslaufend durch den Raum und versuchen die im Raum ausgelegten Bälle nicht zu berühren. Bei dieser Übung mit Bällen werden Koordination und Grobmotorik besonders gefördert.

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Übung 5: Ball einklemmen

Auch diese Übung mit Bällen zielt auf die Förderung der Grobmotorik ab.

Jedes Kind klemmt sich einen Ball zwischen die Knie oder Oberschenkel und versucht sich auf diese Art von einer Seite des Raumes auf die andere zu bewegen.

Für diese Übung können unterschiedliche Bälle, in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Härtegraden, eingesetzt werden.

Übung 6: Transport von Bällen

Für diese Bälle-Übung sind Tennisbälle gut geeignet.

Jedes Kind versucht so viele Bälle wie möglich in den Händen zu halten und von einer Seite des Raumes auf die andere zu transportieren. Dazu ist eine gewisse feinmotorische Geschicklichkeit und Koordination notwendig.

Diese Übung lässt sich variieren, die Kinder transportieren zunächst die Bälle, indem sie sie mit beiden Händen festhalten. In der nächsten Runde tragen sie so viele Bälle wie möglich mit einer Hand.

Es ist auch möglich bei dieser Übung mit Bällen durch Rückwärtslaufen die Bälle zu transportieren.

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